Historische Feldtag am 23. August 2015

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Historische Feldtag am 23. August 2015

Der Historische Feldtag findet statt am 23. August 2015 in Berschweiler bei Kirn.
In Berschweiler stecken die „historischen Landwirte“ in den Vorbereitungen des Historischen Feldtages, der am 23.August 2015 zum zweiten Mal veranstaltet wird. Die alten Maschinen werden aus den Schuppen geholt, gecheckt, repariert und instand gesetzt, überholt, geschmiert, geölt, lackiert, getestet usw. Ein erster Kartoffel-Testlauf fand schon einmal statt und die Kartoffeln wurden „gedämpft“ und mit Bio-Kräuterquark serviert.
Wie die Kartoffelernte vor 70 Jahren funktionierte, hat Edgar Kissel aus Berschweiler in seinem Buch festgehalten:

Wenn im Herbst die Männer mit den Fuhrwerken und der Saat beschäftigt waren, „begannen die Frauen damit, die Kartoffelfelder (Krumbieresticker) mit dem „Krumbierekarsch“ anzugraben, die Kartoffelernte begann.
Manche Kleinbetriebe machten die „Krumbiere“ ganz von Hand aus, manche mit dem Pflug, wobei man die Furche noch mit dem Karsch durchkratzen musste. Größere Betriebe hatten schon einen Kartoffelroder. Wir hatten eine ganz alte Kartoffelmaschine. Sie hatte fünf Auswurfgabeln, die jeweils mit einem 1,20m langen Stock versehen waren. Die Stöcke liefen oben in einem Ring umeinander auf und nieder. Sie hatten die Funktion, die Gabeln immer senkrecht zu halten. Die Roder damals warfen eine Reihe aus, welche – um nicht von der nächsten zugeschüttet zu werden – beiseite gescharrt oder alle paar Meter auf Spreiten gerafft werden musste.
Wenn eine Tagesration ausgeworfen war, konnte der Fuhrmann mit seinem Gespann wieder anderen Arbeiten nachgehen, während die restliche Familie mit dem Auflesen der Kartoffeln begann. Es wurden drei Sortimente gemacht: Dicke, Legekartoffeln und Kleine bzw. Beschädigte. Für das Auflesen der Letzteren waren meistens wir Kinder zuständig, ob es uns gefiel oder nicht. Hin und wieder wurde ein Feuerchen gemacht und Kartoffeln darin gebraten. Das entschädigte uns wieder für alles. Wir Kinder hatten damals vierzehn Tage Herbstferien, damit wir bei der Kartoffelernte helfen konnten, dafür waren die Sommerferien kürzer als heute. Die Kartoffel war ein Hauptnahrungsmittel und nebenbei noch ein Hauptfuttermittel für die Schweinemast. Die kleinen Kartoffeln wurden an die Schweine verfüttert, man kochte sie in einem großen Kessel mit eigener Feuerung und zerstampfte sie. Viele Betriebe hatten ein Kartoffelsilo, dann kam im Herbst die Dämpfkolonne vom Raiffeisen und die kleinen- und Futterkartoffeln wurden eingedämpft und so konserviert und haltbar gemacht.“
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann schauen Sie am 23. August 2015 einfach mal in Berschweiler bei Kirn vorbei. Landwirtschaftliche Schwerstarbeit wird vorgeführt, wie anno dazumal. Gerätschaften von Früher werden in Betrieb genommen. Ein Einblick in die mühselige Arbeit unserer Eltern und Großeltern wird den Gästen geboten. Die Kinder sind eingeladen, bei der Kartoffelernte auf einem „Samro“ zu helfen. Mittagessen, Getränke, Kaffee und Kuchen haben die Veranstalter für die Besucher organisiert. Die Organisatoren des Historischen Feldtages freuen sich die Maschinen wieder zahlreichen Gästen vorführen zu dürfen.

Das Foto entstand beim “Kartoffel-Testlauf” und zeigt drei der vier “historischen Landwirte” .  Links Patrick Schaab, im Hintergrund Jörg Heydt und rechts Andreas Gerhardt im Hof von Frank Stumm, “historischer Landwirt” Nr. 4.

Hier geht es zur Internetseite des Historischen Feldtages 2015.

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Von | 2015-08-20T15:23:26+00:00 29. Juli 2015|Kategorien: Allgemein, Feldtag, Landwirtschaft|Tags: , , |0 Kommentare

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