Deutung der Familiennamen aus Berschweiler bei Kirn

Zusammenstellung von Kurt Fuchs aus Becherbach

Einleitung

Namen erzählen Geschichte! Dies gilt insbesondere für die Familiennamen. Sie gewähren uns einen Einblick in die längst vergangene Zeit ihrer Entstehung im Mittelalter. Sie erzählen vom Handwerksleben in den aufstrebenden Städten, von den Waren und Gerätschaften, die im Leben der mittelalterlichen Menschen wichtig waren, von der Abhängigkeit der bäuerlichen Bevölkerung, schließlich auch von der Art, wie Menschen von ihrer Umgebung gesehen und beurteilt wurden. Sie verraten uns auch die Rufnamen, die damals üblich waren. Die Anzahl der Familiennamen in Deutschland ist außerordentlich hoch. Gegenwärtig wird sie auf mehr als 500.000 geschätzt. Ich möchte in der Folge versuchen, einen geringen Teil davon zu deuten. Hierzu habe ich das aktuelle Telefonbuch von Berschweiler b. Kirn zu Rate gezogen und ausschließlich diese Namen in alphabetischer Reihenfolge verwendet. Als Hilfsmittel habe ich diverse Namenslexika ( die ich im Quellenverzeichnis aufführen werde ) zu Rate gezogen. Für die Richtigkeit meiner laienhaften Erklärungen kann ich selbstverständlich keine Haftung übernehmen, versichere aber, dass ich meine Deutungen “ nach bestem Wissen und Gewissen “ vorgenommen habe. Sollte ich als Ortsfremder jemanden nicht berücksichtigt haben, bitte ich dies zu entschuldigen. Eine spätere Bearbeitung evtl. fehlender Familiennamen ( auch Geburtsnamen ) kann dann immer noch erfolgen.

Becherbach, im März 2017

 

ALLMANN
1. Stammesübername * Alemanne * als Bezeichnung des Deutschen im deutsch-romanischen Grenzbereich.
2. Aus einer jüngeren Form von ADELMANN entstandener Familiennamen. ADELMANN = Aus einer mit dem Suffix -mann gebildeten Koseform von ADEL entstandener Familienname. ADEL = Aus einer Kurzform von Namen, die mit * ADEL* gebildet sind ( ADELBRECHT, ADELHARD ) entstandener Familienname. ADEL = ahd. * adal * = “ edel, vornehm; Abstammung, ( edles Geschlecht ) „.

 

ANDERS, ANDREAS
Aus dem gleich lautenden Rufnamen griechischer Herkunft ( zu griech. * aner, andros * = “ Mann “ ), der als Apostelname in der christlichen Welt schon früh große Verbreitung fand, entstandener Familienname. Aus dem Rufnamen ANDREAS leiten sich viele heutige Familiennamen deutscher, slawischer und litauischer Herkunft ab. Aus deutschen Varianten von ANDREAS sind Familiennamen wie ANDER, ANDERS(CH), ANDRE(S) entstanden. In Norddeutschland sind patronymische Bildungen wie ANDERSO(H)N, ANDERSEN, ANDRESEN verbreitet. Aus oberdeutschen umgelauteten Formen von ANDREAS stammen u.a. die Familiennamen ENDER(S), ENDRES, ENDERLEIN, ENDERMANN. Durch Wegfall der ersten Silbe sind Familiennamen wie DREES, DREESEN, DREIS, DRESEL, DRIESSEN, DREWES entstanden. Die ursprünglich in Ostpreußen verbreiteten Familiennamen ANDERWEIT, ENDRUWEIT, ENDRUSCHEIT, ENDRIKAT, ENDRULAT sind patronymische Ableitungen mit litauischen Suffixen. Auf slawische Ableitungen von ANDREAS gehen z. B. die Familiennamen ANDRICH, ANDRIK, ANTRAG, ANDROSCH(EK), ANDRATSCHKE zurück. Aus dem sorbischen stammen u.a. HANDRA(C)K, HANDRECK. Tschechischer Herkunft sind ONDRA, WONDRA, WONDRAK, WUNDRACK, WONDRATSCHEK.

 

ARISTIDE
Aristide ist ein französischer und italienischer männlicher Vorname, abgeleitet von Aristides, der noch heute als portugiesischer Vorname auftritt. ANDERE SPRACHEN / KULTUREN: Aristeides, Aristides (Altgriechisch), Aristeidis (Griechisch), Arisztid (Ungarisch), Aristides (Portugiesisch), Aristides (Spanisch). Ursprung: Aristide ist ein männlicher Vornamen griechischen Ursprungs, der zum Familiennamen geworden ist. Er ist von den griechischen Wörtern * aristos * = “ der Beste “ und * eidos * = “ der Sohn “ in der Bedeutung “ der Sohn des Besten “ abgeleitet.

 

ARNOLD
Der Name ist aus ahd./ mhd. ( arn + walt ) entstanden. * Arn * = “ Bär “ und * walt * in der Bedeutung = “ walten, herrschen “ entstanden.
Zur Verbreitung des Familiennamens trug auch die Verehrung des heiligen ARNOLD, einem Lautenspieler am Hofe Karl`s des Großen, bei, der im 8. Jahrhundert gelebt hat. Viele zum Teil heute nicht mehr gebräuchliche Kurzformen und regionale Varianten von ARNOLD haben sich in den entsprechenden Familiennamen erhalten. Bei diesen handelt es sich bspw. um die Namen ARNOLDT, ARNOLT, AHRENHOLD, AHREN(D)T, AHRNDT, AHRENS, ARNS, ARNEMANN. Davon abgeleitet sind auch die Familiennamen NOLDE, NÖLTE und NOLTING.

 

BAUMHARDT
1. Wortteil -Baum = von mnd. * bom * = “ Baum, Schlagbaum “ abgeleitet.
2. Wortteil -hard(t) = von asächs. * hard * = “ hart, kühn “ abgeleitet.
2a. …oder von ahd. * harti, herti * = “ hart, kräftig, stark “ abgeleitet.
Der ursprüngliche Namensträger war also kräftig oder hart wie ein Baum!

 

BECKER
Diese jüngere Bezeichnung für den Bäcker wurde analog zu anderen Berufsbezeichnungen auf -er gebildet und breitete sich seit dem 12 Jh. im nieder – und mitteldeutschen Raum aus. Heutzutage nimmt der Familienname BECKER ( in dieser Schreibweise ) die achte Stelle unter den deutschen Familiennamen ein. Die Schreibweise „ BÄCKER „ ist erst im 16 Jh. in Anlehnung an das Verb „ backen „ entstanden; sie begegnet daher selten in Familiennamen. ( Beckenbauer ist übrigens der Berufsname für einen Bauern, der auch als Becker tätig war. ) s.a. BECK(E).
BECK(E)
Aus dem alten oberdeutschen, bis ins mitteldeutsche Gebiet hineinreichenden Bezeichnung für den Bäcker ( mhd. * becke * ) entstand dieser Familienname. Bereits seit tausenden von Jahren wurde Brot aus gemahlenem Getreide ( Gerste, Roggen, Hafer, Weizen und den heute fast vergessenen Spelz und Dinkel ) gebacken. Zunächst handelte es sich um eine Art von Fladenbrot, das aus gebackenem Getreidebrei hergestellt wurde. Erst später ermöglichte die Verwendung von Hefe und Sauerteig die Zubereitung lockerer Brotsorten. Die Kunst des Backens entwickelte sich zuerst in den Klöstern und herrschaftlichen Höfen. Sie wies später, vor allem in den großen mittelalterlichen Städten, eine große Spezialisierung auf. Hiervon zeugen noch Familiennamen wie FLADER, HIPPER, KUCHLER, KÜCHLER, MUTSCHLER, SEMMLER, ZELTNER und andere. Den BECKER, der „ verkauft luft für brot unde machet ez mit gerwen ( Hefe ), daz ez innen hol ( hohl ) wirt „ tadelte der berühmte Franziskaner Berthold von Regensburg ( 13. Jh. ) in einer seiner Predigten. Aus dem Spätmittelalter sind Vorschriften erhalten, die die Qualität, das Gewicht und den Preis der Brote regelten. So wurde z.B. in Regensburg durch Probewägung auf einer Stadtwaage das Gewicht der üblichen Brote kontrolliert. Die Verordnung des Rates betonte hierbei ausdrücklich, dass das Gewicht gleich bleiben müsse, wie hoch das Brot auch aufgegangen sei. Neben den Bäckern, die ihre Erzeugnisse im eigenen Laden oder auf dem Markt verkauften, gab es auch solche, die gegen Lohn den von den Kunden hergestellten Teig fertig buken (Familienname HAUSBECK ).
Zu erwähnen bleibt, dass es im niederdeutschen Raum für Personen, die an einem Bach ( mnd. * beke * ) lebten, der Familiennamen BECK bzw. BECKE entstanden ist. Dies gilt auch für die in Westfalen häufigen Ortsnamen gleichen Namens.

 

BERG(EN)
1. Wohnstättenname “ wohnhaft am oder auf dem Berg oder auf den Bergen „.
2. Herkunftsname zu den häufigen Ortsnamen BERG, BERGA, BERGE, BERGEN.

 

BITTNER, BÜTTNER, BÖTTCHER, BENDER
Berufsname für den * BÖTTCHER ( zu mhd. * büt(t)e * = “ Bütte, gerundetes Holzgefäß, Weinfass „. BÖTTCHER = siehe BÖTTCHER, BENDER
Nieder- und mitteldeutscher Berufsname für den Hersteller von Fässern und Tonnen aus Holz. Die ursprüngliche niederdeutsche Berufsbezeichnung * BÖDECKER * ( zu mnd. * Bode * = “ Fass “ ) breitete sich später nach Südosten aus. Dass BÖTTCHER heute die allgemeine Bezeichnung für das Handwerk in der Schriftsprache geworden ist, ist unter anderem auf Luthers Einfluss zurückzuführen. Fässer und Tonnen wurden aus einzelnen Holzdauben zusammengesetzt und mit Eisenreifen zusammengehalten. Das Gewerbe war nicht nur zahlreich in den großen mittelalterlichen Städten, sondern auch auf dem Land vertreten. Fässer waren im Bereich der Weinwirtschaft und der Bierbrauerei unentbehrlich. Große Holzgefäße wurden ferner zum Gerben und zum Baden, zur Lagerung und zum Transport von Nahrungsmitteln, benötigt. Neben den Großböttchern gab es auch den Berufszweig der Kleinböttcher, die kleinere Daubengefäße für den Haushalt herstellten. Das Böttchergewerbe mit den regional unterschiedlichen Handwerksbezeichnungen hat einen großen Anteil an der Bildung von Familiennamen gehabt. So sind zum Beispiel die Familiennamen BÄDEKER, BAEDEKER, BÖDE(C)KER, BÖDIKER, BÖTTGER, BÖTTJER ursprünglich im Norden und ostmitteldeutschen Raum, BÜTTNER dagegen in Franken, Böhmen, Schlesien, Sachsen, Thüringen und Hessen entstanden. KÜPPER trifft man mehr im Nordwesten und FASSBENDER mehr im Rheinland an. Vom Südwesten nach Südosten stoßen wir dann auf die Herkunfstgebiete von KIEFER, KÜF(N)ER,SCHÄFFLER, BINDER und BENDER.

 

BOOR, BOHR
In der Schreibvariante BOHR finden sich über 1200 Einträge im deutschen Telefonbuch, wovon die meisten der bundesweit zu findenden Einträge sich im Kreis Merzig-Wadern befinden. BOOR hat insgesamt 175 Einträge im deutschen Telefonbuch zu verzeichnen; hier liegt eine Namensdichte im südwestdeutschen Raum vor!
1. Der Familienname ist aus einer Kurzform eines slawischen Rufnamens wie Borislav ( urslawisch * borti * = “ kämpfen “ + urslaw. * slava * = “ Ruhm, Ehre “ entstanden.
2. Herkunftsname zu den Ortsnamen BOHRA ( Thüringen, Schlesien ), BOHRAU ( Brandenburg, Schlesien ), BORAU bei Weißenfels ( Sachsen-Anhalt ).
3. Niederdeutscher Übername nach einem Gegenstand der beruflichen Tätigkeit ( zu mnd. * bor * = “ Bohrer „.
4. Übername zu mhd. * bor * = “ Trotz, Empörung „.

 

 

BUSS(E), BUß
Aus einer mit -z-Suffix gebildeten Koseform von BURKHARD entstandene Familiennamen. BURKHARD = Aus BURKHARD(T) ist ein aus dem gleichlautenden Rufnamen ( burg + harti ) entstandener Familiennamen geworden. ( ahd. * burg * = “ Burg “ + ahd. * harti, herti * = “ hart, kräftig, stark „. )

BURKHARD war im Mittelalter ein allgemein verbreiteter Rufname, der vor allem im alemannischen Raum sehr beliebt war. Viele heutige Familiennamen sind aus diesem Rufnamen hervorgegangen. Hochdeutsche Varianten der Vollform begegnen uns z.B. in den Familiennamen BURCHARDT, BURCKHARD(T), BURCHERT, BRUCKHARDT, BRÜCKERT.
Die Familiennamen BORCHARD(T), BORGARD(T), BORCHERT sind aus niederd. Formen entstanden.
Aus Kurz- und Koseformen wurden folgende Familiennamen gebildet: BUCK, PUCK, BURI, BORK, BÜRKLE, BOTZ, BUTZ, BUTSCH, BOSSE, BUSS(E), BUß, BUSKE, BUßMANN.
Aus dem väterlichen Rufnamen zu BUSSE hat sich vor allem in Westfalen der Familiennamen BÜSSING gebildet.

 

 

 

DAMBACH(ER)

Herkunftsnamen zu den ca. 20 gleichnamigen Ortsnamen in NRW, RP, B-W, BY, Österreich, Elsass, DAMMBACH ( BY ).

Der erste Wortteil -DAM ist offensichtlich keltischen Ursprungs. Der gallische Name der keltischen Göttin DAMONA ist vermutlich mit dem altirischen * dam * = („Ochse“, „Kuh“) verwandt. So erklärt sich auch der noch heute in unserer Jägersprache verwendete Begriff vom DAMWILD. ( vgl. auch keltisch * dam-nijo * = “ Hirschlein “ ).

 

 

 

DAUPHIN
Der Name kommt aus dem französischen und bedeutet “ Delphin „. Die nachfolgenden historischen Erklärungen wurden WIKIPEDIA entnommen:
Der Titel „Dauphin“ (wörtlich: „Delfin“) geht auf den Beinamen des Grafen Guigues IV. von Albon († 1142) zurück, der sich selbst le Dauphin nannte. Unter seinen Nachkommen avancierte dieser Beiname zum Titel, der Delfin wurde ihr Wappentier und gab der Grafschaft Albon im Viennois schließlich den Namen „Dauphiné“ (wörtlich: „Delfinat“). 1349 wurde der kinderlose Dauphin Humbert II. Mönch und übergab sein Fürstentum der französischen Krone, d. h. König Philipp VI. Da die Dauphiné de jure zum Heiligen Römischen Reich gehörte und König Philipp kein Lehnsmann des römisch-deutschen Kaisers sein wollte, reichte er das Fürstentum samt dem Titel Dauphin weiter an seinen Enkel und künftigen Thronerben, den späteren König Karl V., der beides dann an seinen Sohn weitergab, den späteren Karl VI. Hiernach verfestigte sich diese Praxis, und nach der Mitte des 15. Jahrhunderts (die deutschen Kaiser hatten inzwischen ihre Ansprüche auf die Dauphiné aufgegeben) hieß der jeweilige französische Kronprinz der Dauphin, bzw. Dauphin de France (ähnlich wie der englische Kronprinz traditionell Prince of Wales heißt ).
Im deutschen Telefonbuch ist der Familienname 102 mal vertreten; die meisten Namensträger wohnen mit 21 Eintragungen im Nürnberger Land.

 

 

DOLL
1. Übername zu mhd. * tol, dol * = “ töricht, unsinnig “ oder zu mnd. * dol * = “ übermütig, vermessen „.
2. Gelegentlich kann dem Familiennamen eine verschliffene Form von DOLD(E) zugrunde liegen. DOLD(E) = 1. Aus einer mit dem Ausgang des ersten Namenwortes und dem zweiten Namensbestandteil gebildeten Kurzform von BERTHOLD entstandene Familiennamen. 2. Gelegentlich kommt eine Ableitung von einem Hausnamen infrage. Im Jahre 1350 ist ein Haus “ zu den Dolden “ in Würzburg belegt. Der Hausname geht auf das mittelhochdeutsche Appellativ * tolde * = “ Baumwipfel, -krone “ zurück und dürfte auf einen großen Baum beim Haus hinweisen.

 

DORN
1. Herkunftsname zu Ortsnamen wie DORN ( NRW, RP, BY ), DORNA ( Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thürigen ).
2. Wohnstättenname für jemanden, der an einem Dornbusch oder an einer Dornenhecke wohnte.
3. Übername für einen “ stacheligen “ Menschen.
Ein “ Hans Dorn “ ist bereits 1462/96 in Nürnberg bezeugt.

 

 

ERBEN
1. Patronymische Bildung ( schwacher Genitiv ) zu * ERB (1. ).
2. Vereinzelt Herkunftsname zu dem Ortsnamen Erben ( Ostpreußen ).
ERB
1. Auf den alten deutschen Rufnamen ERBO ( ARBEO ) zurückgehender Familienname.
2. Übername zu mhd. * erbe * = “ Nachkomme, Erbe „.
3. Gelegentlich Herkunftsname zu den Ortsnamen ERB ( BY ), ERBE ( NRW ).

 

 

FIN(C)K
Berufsübername zu mhd. * vinke * = “ Finke “ für den Vogelsteller ( Vogelfänger ) oder Übername für einen unbeschwerten, sangesfrohen Menschen. In der Schreibvariante FINCK finden sich 1033 Telefonbucheinträge im deutschen Telefonbuch; ca. 2800 Personen tragen diesen Namen. Mit 245 Eintragungen leben die meisten Namensträger in Berlin. ( Zum Vergleich: Unter der Schreibweise FINK gibt es dagegen 10500 Einträge und ca. 28000 Namensträger, wovon die meisten in München registriert sind. )

 

 

FISCHER
Die allgemeine Verbreitung dieses Familiennamens – FISCHER ist in Deutschland der vierthäufigste Name – erklärt sich aus der Bedeutung des Fischfangs im Mittelalter. Fische spielten vor allem eine wichtige Rolle als Fastenspeise, aber auch außerhalb der Fastenzeit war Fisch ein beliebtes Essen. Um den großen Fischbedarf zu decken, wurden in Klöstern und in der Nähe der Städte Fischweiher angelegt. Erst im 14. Jh. wird das Fischen zu einem Gewerbe, dessen Ausübung in den Städten durch entsprechende Verordnungen des Rates geregelt wurde. Im Regensburg des 14. Jh. trug der Stadtrat Sorge dafür, dass Fisch nicht zu teuer verkauft wurde. “ Ez schol ouch dehein frowe deheinen visch verchauffen, der tiwerr si dann ein pfennich ( es soll auch keine Frau einen Fisch verkaufen, der teurer ist, als ein Pfennig ). Die ndd.-fries. Formen lauten FISSER, VISSER, WISSER.

 

 

FRIEDRICH, FRIEDT
Aus dem gleichlautenden deutschen Rufnamen ( fridu + rihhi ) = ahd. * fridu * = “ Schutz vor Waffengewalt, Friede “ + * rihhi * = “ Herrschaft, Herrscher, Macht; reich, mächtig “ ) entstandener Familiennamen.
Die große Anzahl heutiger Familiennamen, die sich von Friedrich ableiten, erklärt sich aus der Beliebtheit dieses alten deutschen Kaiser- und Königsnamens im Mittelalter. Vor allem Kaiser Friedrich I. Barbarossa ( 12. Jh. ) trug zur Verbreitung und Beliebtheit des Rufnamens zur Zeit der Familiennamen-Entstehung ( 12. – 15. Jh. ) bei, sodass allein die Familiennamen Friedrich und Friedreich zusammen unter den 50 häufigsten Familiennamen anzutreffen sind.
Als Varianten von FRIEDRICH begegnen uns die Familiennamen FRÄD(E)RICH, FREDERIK, FREDRICH und FRIEDREICH. Weitere Ableitungen sind FRIEDT(E), FRIED(E)L, FRIEDLEIN und FRIED(E)-MANN.

 

 

GAVRILUTA, GABRIEL
Aus dem gleich lautenden Rufnamen hebräischen Ursprungs ( “ Gott hat sich stark gezeigt “ oder “ Mann Gottes “ entstandener Familienname. Nach dem Evangelium war der Erzengel Gabriel der Verkünder der Geburt Johannes des Täufers und Jesu. Gabriel fand bereits im Mittelalter Eingang in die deutsche Namengebung. Bei GAVRILUTA handelt es sich um eine weibliche rumänische Verkleinerungsform des Namens in der Bedeutung GABRIELCHEN, GABILEIN ).

 

 

GEIS(S)
GEIS = 1. Aus GISO, einer Kurzform mit Namen, die mit dem Namenwort ahd. * gisal * = “ Geisel, Bürge, Unterpfand “ gebildet sind.
GEISS, GEIß = Übernamen zu mhd. * geiz * = “ Ziege “ für den Ziegenhirt.

 

 

GERHARD(T)
Aus dem gleich lautenden deutschen Rufnamen ( ger + harti = ahd. * ger * = “ Speer “ + ahd. * harti * = “ hart, kräftig stark “ ) entstandener Familienname. Zur Zeit der Familiennamenentstehung ( 12. – 15. Jh. ) war GERHARD ein allgemein verbreiteter Rufname, dessen Vergabe z.T. durch adelige Vorbilder und Heiligenkult gefördert wurde. Für die deutsche Rufnamengebung ist vor allem der heilige Gerhard von Köln, Bischof von Toul ( 10. Jh. ), von Bedeutung. Zur Beliebtheit von GERHARD trug auch die Sage vom guten Gerhard von Köln, die im 13. Jh. von Rudolf von Ems bearbeitet wurde, bei. Als Varianten von GERHARD begegnen uns die Familiennamen GERHARDT, GERHART, GERARD, GIERHARD(T), GERHARDS, GERHARDI, GERHARDY. Kurz- und Koseformen sind GERRIT, GEHRET, GEHRT und viele andere.

 

 

GOTTFRIED
Aus dem gleich lautenden deutschen Rufnamen ( got + fridu ) gebildeter Familienname. ( ahd./got. * got *. asächs. * god * = “ Gott “ + ahd. * fridu * = “ Schutz vor Waffengewalt, Friede ). Zur Zeit der Familiennamenentstehung ( 12. – 15. Jh. ) war GOTTFRIED ein allgemein verbreiteter Rufname. Durch Assimilitation und -r-Umsprung sind u.a. die Familiennamen GÖPFAHRT, GÖPFERT und in der verkürzten Form GÖPF sowie GÖPPERT entstanden.

 

 

 

GRAZDANOW
Der slawische Familienname besteht aus zwei Wortteilen:
GRAD = slawisch für “ Burg, Stadt „, asl. * gradu *, tsch. * hrad *, obwend. * grod *, nsl. * gradise * = “ Burgstätte ( vgl. Belgrad = Weißenburg, Graz, Grätz, Greiz, Gröditz, Hradschin ).

DANOW(O) = Herkunftsname aus einem der vielen gleich lautenden polnischen und ukrainischen Ortschaften. Peteraitis gibt als Deutung baltisch * danava * = “ Sumpf, Pfütze, Lache “ an.
Der ursprüngliche Namensträger entstammte also aus einem Ort, dessen Burgstätte in einer sumpfigen Umgebung gestanden hat. Nähere Angaben zu diesem Ort in Polen, in der Ukraine oder in Russland kann nur eine detaillierte Ahnenforschung erbringen.

 

 

GREULACH, GREULOCH
In der Schreibweise GREULACH existiert der Familienname 53 mal im deutschen Telefonbuch – davon allein 24 mal im Kreis Bad Kreuznach. Der Familienname GREULOCH ist lediglich 18 mal im deutschen Telefonbuch vertreten; auffallend auch hier, dass fast die meisten Telefonanschlüsse im Landkreis Bad Kreuznach mit 14 Einträgen zu finden sind. Ich gehe davon aus, dass es sich in beiden Fällen um einen Flurnamen handelt, da ein Ortsnamen im WeB nicht zu finden ist. Die Bedeutung des ersten Namensteiles -Greul hat mit der Farbe Grau nichts zu tun, sondern leitet sich offensichtlich von dem urgermanischen Wortstamm * greu(H)b * = “ Krümmen, krumm gehen “ bzw. von der germanischen Wurzel * ger * = “ drehen, winden “ ab.

Wortteil -lach =
Wohnstättenname zu mhd. * lache, lachene * = “ Grenzzeichen “ oder mhd. * lache * = “ Lache, Pfütze, Tümpel „: “ wohnhaft an der Grenze “ bzw. “ wohnhaft an einer Lache „.
Wortteil -loch =
Wohnstättenname zu mhd. * loch * = “ Gefängnis, Versteck, Loch, Öffnung „, auch “ Winkel “ oder zu mhd. * loch * = “ Gebüsch, Wald, Gehölz „.
Danach wohnte der erste Namensträger GREULACH an einem feuchten, gewundenen oder gekrümmten Acker, während der ursprüngliche Namensträger GREULOCH in der Nähe eines tiefer gelegenen, aber feuchten Flurstückes wohnte, das entweder verwinkelt oder in der Nähe eines Gebüsches gelegen war.
Eine genauere Definition der beiden Namen müsste im Rahmen der Ahnenforschung den ursprünglichen Herkunftsort unter Berücksichtigung der Flurnamenkarte ergeben. Ein identisch oder ähnlich klingender Flurnamen war im Flurnamenbuch des Landkreises Bad Kreuznach nicht zu finden, so dass die Wahrscheinlichkeit nahe liegt, dass die ursprünglichen Namensträger der beiden genannten Familiennamen zugezogen sind.

 

GÜTTLER
1. Standesname für den Inhaber eines kleinen Landguts, vgl. * GÜTL ( 1 ).
2. Gelegentlich metronymischer Familienname, Ableitung auf -(l)r von den Frauennamen Guta, Gutel ( mhd. * guot * = “ nhd. * gut ).
GÜTL(E) = 1. Übernamen zu mhd. * gütelin * = “ kleines Landgut “ für den Inhaber.
2. Oberdeutsche Ableitungen von * GUT =
1. Übername zu mhd. * guot * = “ tüchtig, brav, gut; von gutem Stande, vornehm; freundlich; nützlich „, mhd. * güete * = “ Güte, Gutheit „.

 

 

HAHN
1. Übername zu mhd. -* han(e) * = “ Hahn “ für einen stolzen, streitlustigen Menschen „.
2. Auf eine verkürzte Form von JOHANNES ( s. dort ) zurückgehender Familienname.
3. Gelegentlich kann diesem Familiennamen ein Hausname zugrunde liegen.
4. Herkunftsname zu den häufigen Ortsnamen Hahn, Hagen, Hain.

 

 

 

HAS(E)MANN
Lt. Deutsches Namenslexikon von BAHLOW handelt es sich bei dem Familiennamen HAS(E)MANN um einen Namensträger, dessen ursprünglicher Wohnort an dem Fluß HASE gelegen hat, oder der aus dem Einzugsbereich des genannten Flusses kommt. Die nachfolgenden Ausführungen zur HASE und MANN habe ich WIKIPEDIA entnommen.
HASE
Die Hase ist ein 169,6 km langer, östlicher und orographisch rechter Nebenfluss der mittleren Ems im Landkreis Osnabrück, in der kreisfreien Stadt Osnabrück, im Landkreis Cloppenburg und im Landkreis Emsland (alle in Niedersachsen) sowie im Kreis Steinfurt (in Nordrhein-Westfalen). Ihr Einzugsgebiet ist 3086 km² groß.
Namensentstehung:
Bis in das späte 19. Jahrhundert war die Schreibweise Haase üblich. Der Name des Flusses hat nichts mit dem Tier Hase zu tun. Abzuleiten ist der Name von einem germanischen *haswa (grau), fortgesetzt zum Beispiel in angelsächsisch * hasu * oder altisländisch * hǫss = “ graubraun „, auch im Völkernamen * Chasuarii * (Haseanwohner), der unter anderem bei Tacitus belegt ist. Die Benennung eines Flusses nach einer Farbe ist nicht ungewöhnlich; vergleiche zum Beispiel den Namen der Elbe, der mit lateinisch * albus, -a, -um = “ (weiß) “ verwandt ist.
MANN= 1. Familienname als Übername für einen tüchtigen Menschen. 2. Auch Dienst-, Lehensmann, Kurzform bzw. Koseform. 3. Der Name geht zurück auf * Mann * und mittelalterliche Nebenbedeutungen des Begriffs (tüchtiger Kerl, Lehnsmann, Vasall, Ministeriale ). * Man * = althochdeutsch = “ Mensch bzw. Mann „.

 

 

HEN(N)RICH, HEINRICH
Aus dem gleich lautenden deutschen Rufnamen ( heim + rihhi ) = ahd. * heim * = “ Haus “ + ahd. * rihhi * = “ Herrschaft, Herrscher, Macht; reich, mächtig, hoch “ entstandener Familienname. Heinrich, Konrad und Johannes waren die beliebtesten männlichen Rufnamen im mittelalterlichen Deutschland. Den Rufnamen Heinrich trugen zahlreiche Herzöge, Könige und Kaiser. Die Verbreitung des Namens wurde auch durch die Verehrung Kaiser Heinrichs II. ( 10./11. Jh. ), “ des Heiligen “, gefördert. An der Formel Hinz und Kunz ( Kurzformen von Heinrich und Konrad = jedermann ) lässt sich die einstige Volkstümlichkeit des Rufnamens Heinrich noch erkennen. Die Anzahl der heutigen Familiennamen, die auf HEINRICH zurückgehen, ist so groß, dass im folgenden nur einige Beispiele angeführt werden sollen:
HEN(N)RICH, HENDRICH, HENTRICH, HINRICH, HINDERKS, HEIN(E), HEINEMANN, HEIN(T)Z, HENKELMANN. Der Familienname HEINISCH ist sorbischer Herkunft.

 

 

HERZBERG(ER)
Herkunftsnamen zu den häufigen Ortsnamen HERZBERG ( Hessen, Niedersachsen, Brandenburg, ehem. Brandenburg/jetzt Polen, Mecklenburg-Vorpommern, ehem. Pommern/jetzt Polen, bei Danzig ). Die jeweiligen HERZBERG haben im ersten Wortteil keineswegs immer etwas mit * HERZ * zu tun, weshalb auf eine Erklärung jedes einzelnen Ortsnamens verzichtet wird. Bei * BERG * handelt es sich um einen Wohnstättennamen, für jemanden der an oder auf einem Berg wohnhaft ist.

 

 

HEYDT, HEID(E)
1. Wohnstättenname zu mhd. * heide * = “ ebenes, unbebautes, wild bewachsenes Land, Heide „.
2. Herkunftsname zu Ortsnamen wie HEID(E), HAID(A), HEYDA.

 

 

HILL
1. Ausgehend vom Wortstamm * HILD * = ahd. * hiltja * = “ Kampf “ bzw. as. * hild * = “ Kampf „.
2. Ausgehend von nd. vielleicht auch zu ags. * hilte * = “ Schwertgriff „. Namensableitungen: HILDIBERT, HILDE/-BRECHT, HILDEBERT, HIELBRECHT, HILL/EBRECH(T).

 

 

HOLLÄNDER
Ableitung auf -er von * HOLLAND.
HOLLAND = Herkunftsname zum niederländischen Landschaftsnamen oder zu den Ortsnamen HOLLAND ( NRW ), Preußisch Holland ( Ostpreußen ), Hollande ( Niedersachsen ). Das Wort entstammt dem altniederländischen und bedeutet : Holzland!
Die nachfolgenden Ausführungen wurden WIKIPEDIA entnommen:
Holland ist ein Teil der Niederlande, der im Westen von der Nordsee, im Osten vom IJsselmeer, den Provinzen Utrecht, Gelderland und Nordbrabant sowie im Süden von der Provinz Zeeland begrenzt wird. Holland, das lange als Grafschaft Holland auch eine politische Einheit war, ist seit 1840 auf die Provinzen Nordholland und Südholland verteilt. Die nördliche Grenze liegt bei Den Helder und der Insel Texel, die südliche im Delta von Rhein, Maas und Schelde. In Holland liegen unter anderem die Großstädte Den Haag, Rotterdam und Amsterdam, die Teil des Ballungsraumes Randstad sind. Im Westen, an der Nordsee, befinden sich entlang der Küste überwiegend Dünen, landeinwärts sind flache Polder vorzufinden. Der Großteil Hollands liegt unterhalb des Meeresspiegels.

In der deutschen Umgangssprache, wie auch in der Umgangssprache anderer Länder der Erde, aber auch von vielen Niederländern selbst, wird „Holland“ oft für die „Niederlande“ benutzt. Dieser Sprachgebrauch setzte mit Beginn des 17. Jahrhunderts ein, als die Provinz „Grafschaft Holland“ zur einflussreichsten Provinz der Republik der Sieben Vereinigten Provinzen aufstieg. Hiermit trat eine Veränderung im internationalen Sprachgebrauch ein, denn bis Ende des 16. Jahrhunderts war das Land bei Handelspartnern im Ausland mehr unter der Bezeichnung „Flandern“ bekannt. Die Provinzen „Grafschaft Flandern“ sowie „Herzogtum Brabant“ waren dem Ausland ein Begriff, da sie bis zum ausgehenden 16. Jahrhundert die aktivsten Provinzen des Landes im internationalen Handel waren. Die Provinz der „Grafschaft Holland“ sowie die „Republik der Sieben Vereinigten Provinzen“ konnten sich erst im internationalen Überseehandel entwickeln und eine internationale Bekanntheit aufbauen, nachdem ein auf dem Land zwischen 1585 und 1608 lastendes Handelsembargo aufgehoben worden war.
Zur Geschichte Hollands:
Das Gebiet war für einige Jahre unter Augustus als Germania magna Bestandteil des Römischen Reiches. Nach Jahrhunderten der Unabhängigkeit der Friesen wurde es dann Teil des Frankenreiches und des nachfolgenden Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. 1384 kam es unter französischen Einfluss (Burgundische Niederlande). 1430 kam die Grafschaft Holland durch Erbschaft endgültig an das Haus Valois-Burgund und nach dem Tod des letzten Burgunderherzogs Karls des Kühnen 1477 an das Haus Habsburg, später an die spanische Linie der Habsburger (Spanische Niederlande).
Ab 1581 war die Grafschaft Holland führende Provinz der Republik der Sieben Vereinigten Provinzen. Während der napoleonischen Zeit gab es das Königreich Holland (1806–1810), das die heutigen Niederlande umfasste. Um die Dominanz Hollands zu verringern, welches der kulturelle, politische und gesellschaftliche Hauptteil des Landes war, wurde es 1840 in die heutigen beiden Provinzen Nordholland und Südholland geteilt.
Der Name Holland wurde erstmals 866 als Holtland („Holzland“ oder „Waldland“) für die Gegend um Haarlem erwähnt.

 

 

HORBACH
Rund 650 Telefonbucheinträge finden sich im Telefonbuch Deutschlands in 145 verschiedenen Landkreisen zum Namen Horbach; die meisten in RP und NRW. Selbst in den Niederlanden sind rund 100 Einträge registriert.
HORBACH ist zweifelsohne ein Herkunfstnamen zu den gleichnamigen Ortsnamen in RP, NRW usw..
Es ist durchaus möglich, dass sich das Erstglied des Namens (HOR ) von ahd. * horo * bzw. mhd. * hor * = “ Schlamm, Schmutz “ ableitet. In der Regel wird damit ahd. * horo * = Sumpfboden, lehmiger Boden gemeint sein. Dabei ist zu beachten, dass sich der Name ja auf die Beschaffenheit des Bodens und nicht auf die Wasserqualität bezieht! In den Frühzeiten der Besiedlung war es gang und gebe, dass Sumpfgebiete der besseren Ackernutzung wegen, von den Bewohnern trockengelegt wurden. Im pfälzischen Wörterbuch findet man folgende Einträge:
1. HOR-BACH: Bach und Siedlungsname im Landkreis Pirmasens
2. Flurnamen in Pirmasens-Haust
3. Die Bewohner von HORBACH neckt man mit den Worten “ HORBACH – KORBACH ( Gesindel ).
4. HOR-acker meint Flurnamen in Ludwigshafen-Mutterstadt. Amtlich “ Auf dem HOR-acker “ Auch hier bedeutet der erste Wortteil * hor * = kotiger Boden. Diese Aussage ist im übertragenen Sinne zu verstehen. Wie bereits erwähnt, leitet es sich vom ahd. * horo * ab, was soviel wie “ Sumpfboden “ bedeutet. Erst durch die Anlage mehrerer Weiher konnte das morastige Gebiet um den Lohmühlbach entwässert werden. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts zählte der Ort bereits 18 Anwesen – und wuchs stetig weiter –
Siehe dazu auch die folgenden WEB-Seiten:
http://www.nordbayern.de/region/fuerth/eine-strandparty-und-ein-eigenes-…
http://www.langenzenn.de/stadt-langenzenn/ortsteile/horbach/
http://www.niederhorbach.de/index.php/haupteintraege
Selbstverständlich gilt diese etymologische Erklärung nicht, wenn sich herausstellt, dass die ältere Schreibweise * Horn * war. Eine genaue Erklärung des Familiennamens dürfte herbeigeführt werden, wenn die Namensträger wissen, woher ihre Vorfahren kamen.

 

 

JAKOB, JAKOBY, JACOB(Y)
Aus dem gleich lautenden Rufnamen hebräischen Ursprungs “ Er ( Gott ) möge schützen “ entstandener Familiennamen. Für die Verbreitung von Jakob im Mittelalter war nicht der alttestamentarische Patriarch ausschlaggebend, sondern der Apostel Jacobus der Ältere. Dessen Grab in Santiago de Compostela ( Nordwestspanien ) war nach Rom und Jerusalem das wichtigste Wallfahrtsziel im mittelalterlichen Europa. Die große Anzahl heutiger Familiennamen deutscher und slawischer Herkunft, die auf Jakob zurückgehen, zeugt für die große Verbreitung des Rufnamens zur Zeit der Familiennamenentstehung ( 12. – 15. Jh. ). Ableitungen der verschiedensten Art begegnen uns in den Namen JACOBS, JAKOBS, JAKOBY, JÄCKEL, JOCKEL, KÖBE, KÖPPKE, KÖPPEN, KAUBA, KUBA, KUBALLA, KUBITSCHEK u.s.w.

 

 

KARSCH(UCK)
Übername zu mhd., mnd. * karsch * = “ munter, frisch „.
Verschiedene Namensvarianten in Ostpreußen von KARSCH lt. Web: KARSCHAU, KARSCHANDT, KARSCHEWSKI, KARSCHIES, KARSCHUCK, KARSCHUK, KARSKI.

 

KEHL
1. Herkunftsnamen zu dem gleich lautenden Ortsnamen ( BW, BY, NS ).
2. Wohnstättenname nach einem Flurnamen zu mhd. * kel(e) * = “ Kehle, Hals „, mnd. * kele * = “ Kehle „, übertragen “ Geländeeinschnitt, Hohlweg, Schlucht „.

 

KIESEL, KIEßEL, KIßEL
Übername zu mhd. * kisel * = “ Kieselstein, Hagelstein, Hagelkorn „.

 

 

KISSEL
Vorwiegend westmitteldeutscher Übername zu mhd. * kissel, kisel * = “ Kieselstein „.

 

KÖHLER, KOHLER
Berufsnamen zu mhd. * koler* = “ Köhler, Kohlenbrenner “. Der Köhler stellte Holzkohle durch Verschwelen von Waldbeständen im Kohlenmeiler her. Im Mittelalter war Steinkohle noch nicht im Gebrauch. Ein früher Beleg aus Nürnberg ist C. dictus ( genannt ) Colaer im Jahr 1246.

 

 

KREBS
1. Übername zu mhd. * krebez * = “ Krebs “ nach der rötlichen Haut- oder Haarfarbe des ersten Namensträgers.
2. Berufsübername für den Krebsfänger ( mhd. * krebezer * ).
3. Berufsübername zu mhd. * krebez * = “ Brustharnisch in Plattenform “ für den Hersteller oder Übername für den Träger.
4. Ein Hausname “ zum Krebs “ ist in mehreren mittelalterlichen Städten ( z. B. in Mainz, Köln, Frankfurt a.M., Trier, Basel ) nachgewiesen.
5. Herkunftsname zu den Ortsnamen Krebs ( Sachsen, BY ), Krebes ( Sachsen ).

 

 

KRUGER, KRÜGER
1. Oberdeutscher Berufsnamen zu mhd. * kruoc * = “ Krug “ für den Töpfer oder Geschirrhändler.
2. Niederdeutsche Berufsnamen zu mnd. * kroger, kruger * = “ Wirt, Gast- Schenkwirt „.

 

 

KRUMMENAUER
1. Herkunftsname zu einem der Ortsnamen ( RP, Schweiz ). Zur Ortsgeschichte von Krummenau im Hunsrück findet sich ein längerer Beitrag im WeB unter “ Geschichte von Krummenau bei Regionalgeschichte net „.
2. Flurname zu mhd. * krump, krumm * = “ krumm, gekrümmt, verdreht, schief “ nach der Form eines Ackers und mhd. * ouwe * = “ Wasser, Strom, von Wasser umflossenes Land „.

 

 

LANG
Übername zu mhd. * lanc *, mnd. * lank * = “ lang “ für einen großen Menschen. Mit über 31.000 Telefonbucheintägen im deutschen Telefonbuch ist LANG einer der häufigsten Familiennamen in Deutschland. Fast 100.000 Namensträger begegnen uns zudem in den Namensformen LANGE, LANGER, DeLANGE, LANGNER und LANGEN.

 

 

LAYENDECKER, LEJENDÄ(E)CKER
Berufsname für den Dachdecker, der sich auf das Decken mit Schiefertafeln spezialisiert hatte. Zum Decken der Häuser benutzte man im Mittelalter zunächst Stroh, Rohr oder Schindeln, später auch Schiefer oder Dachziegeln, bei Mauertürmen und Kirchen wurde auch Metall ( Blei, Kupfer ) verwendet. ( s. a. LEY ).
LEY = mhd. * lei(e) * = “ Fels, Stein, Schieferstein „.

 

 

LAUER
1. Übername zu mhd. * lure * = “ schlauer, hinterlistiger Mensch „, fnhd. * lauer * = “ Bösewicht „.
2. Berufsübername zu mhd. * lure * = “ Nachwein, Tresterwein “ für einen Winzer oder Winhändler.
3. Berufsübername zu mhd. * lower * = “ Gerber „.

 

 

LÜBBERT
Aus dem alten deutschen Rufnamen Liutbert ( * LEUPRECHT ) entstandener Familienname.
LEUPRECHT
Aus dem gleich lautenden oberdeutschen Rufnamen ( liut + beraht ) hervorgegangener Familienname ( ahd. * liut * = “ Volk “ + ahd. * beraht * = “ glänzend „. ). Die gleiche Herkunft haben die west- bzw. niederdeutschen Familiennamen LÖBBERT, LÜBBERT, LUPPERT mit den Ableitungen LÜBBE, LÜBBEN, LÜBBERS, LÜBCKE, LUPP.

 

 

MAAS, MAASS, MAAß
1. Aus einer niederdeutschen verkürzten Form von * THOMAS * hervorgegangener Familiennamen. Nur ganz vereinzelt kommt eine Ableitung von * MATTHIAS * infrage.
2. Gelegentlich kann es sich um einen Wohnstättennamen zu dem Gewässernamen * Maas * handeln.
THOMAS =
Aus dem gleich lautenden Rufnamen, der auf einem Beinamen aramäischen Ursprungs ( * te´oma * = “ Zwilling “ ) zurückgeht, entstandener Familienname. Der Name THOMAS war im Mittelalter weit verbreitet, besonders unter dem Einfluss der Verehrung des heiligen Apostel THOMAS. Dieser Apostel wird “ der ungläubige Thomas “ genannt, weil er an der Auferstehung Jesu zweifelte und erst glaubte, als er die Wundmale des Auferstandenen berühren durfte. Seit dem 14. Jh. wirkte auch die Verehrung des heiligen Thomas von Aquin ( 13. Jh. ) auf die Namengebung ein. Dieser war der bedeutendste Philosoph und Theologe des Mittelalters. Als Varianten von THOMAS begegnen uns die Familiennamen THOMA, THOMANN, DOMANN, THUMANN, DUMAN. Weitere Ableitungen sind u.a. die Familiennamen THOM, DOHM, DOMKE, DEHMEL. Durch Wegfall des Anlauts entstanden die Familiennamen MAAS, MAAß, MAß, MAßMANN, MASIUS. Auf slawische Ableitungen von THOMAS gehen die Familiennamen THOMAL(L)A, TOMCZYK und TOMIC` zurück.

 

 

MAURER
Berufsname zu mhd. * muraere, murer * = “ Maurer „. Das Handwerk der Maurer geht auf den Bau von Kirchen, Burgen und Stadtmauern zurück. Seit dem Ende des 14. Jh. verbreitete sich der Bau von Steinhäusern in den Städten. ( “ Hainrich maurer “ ist anno 1370 in Regensburg bezeugt. )

 

 

MOSER
Vorwiegend oberdeutscher Familienname:
1. Wohnstättenname zu mhd. * mos * = “ Moos, Sumpf, Moor: “ : “ wohnhaft an/bei einer sumpfigen Stelle „.
2. Herkunftsname zu den Ortsnamen MOOS ( BW, BY, Österreich ), MOSER ( BW, BY ), MÖSER ( Sachsen-Anhalt ).
3. Gelegentlich mittel- oder niederdeutscher Name * MÖSER
4. Wegen des Anklanges an * MOSES begegnet MOSER auch als jüdischer Name.
MÖSER
1. Niederdeutscher Berufsname zu mnd. * mos * = “ Kohl, Gemüse “ für den Gemüsehändler.
2. Übername oder Berufsübername zu mnd. * moser, moyser * = “ Mörser „.
3. Herkunftsname zu den Ortsnamen MÖSE, MOESE ( NRW ), MÖSER ( Sachsen-Anhalt ), MÖSEN ( Schlesien, Ostpreußen ).
MOSES
Aus dem gleich lautenden Rufnamen ägyptischen Ursprungs entstandener Familienname. Nach der Bibel war MOSES der Führer der Israeliten aus der ägyptischen Unterdrückung und Mittler zwischen Jahwe und Isreal. Der Name MOSES fand Eingang in die jüdische wie in die christliche Namengebung.

 

 

MÜCK(E)
Übernamen zu mhd. * mucke, mücke, mügge * = “ Mücke, Fliege „, übertragen für einen unruhigen oder lästigen Menschen.

 

 

MÜLLER
Berufsname zu mhd. * mülnaere, müller * = “ Müller „. MÜLLER ist der häufigste Familienname in Deutschland. Die große Verbreitung des Familiennamens Müller und seiner Varianten MÜLLNER, MÖLLER und MILLER und andere hängt damit zusammen, dass spätestens seit dem 12. Jh. fast jeder Ort eine oder mehrere Wassermühlen hatte. Neben Öl- und Getreidemühlen gab es noch Schneidemühlen für die Holzverarbeitung, Walkmühlen für die Tuchherstellung und Lohmühlen, die Eichenrinde ( Lohe ) für die Gerberei mahlten. Bedingt durch die große Anzahl der Müller tritt dieser Familienname in vielen Zusammensetzungen auf, die sich vor allem auf die Art der Mühle ( Lohmüller, Oelmüller, Windmüller ) und deren Standort ( Angermüller, Bachmüller, Obermüller ) beziehen. Aktuell gibt es etwa 710.000 Namensträger mit dem Familiennamen MÜLLER.

 

 

NEUBERGER
Herkunftsnamen zu dem Ortsnamen NEUBERG ( Hessen, BY, Schlesien, Österreich, Schweiz ), z.T. auch zu dem Ortsnamen NEUBURG ( * NEUBURG(ER) ).
NEUBURG(ER)
1. Herkunftsnamen zu den Ortsnamen NEUBURG ( M-V, NS, RP, B-W, BY, Ostpreußen, Österreich, Elsass ), NEUENBURG ( NS, B-W ).
2. Dem Familiennamen NEUBURGER kann auch ein Standesname zu mhd. * niuwe * = “ neu “ und mhd. * burgaere * = “ Bürger “ für jemanden, der das Bürgerrecht in einer Stadt erworben hatte, zugrunde liegen.

 

 

PAAL, PAUL(US)
Aus dem gleich lautenden Rufnamen lateinischen Ursprungs ( lat. * paul(l)us * = “ klein “ entstandener Familienname. Der Name fand im Mittelalter als Heiligenname Verbreitung, vor allem als Name des heiligen Apostels Paulus. Mit jüdischem Namen hieß der Apostel Saul, eigentlich “ der ( von Gott ) Erbetene „. Den Namen PAULUS, mit dem allein er sich in den Briefen nennt, hatte er wahrscheinlich schon bei der Geburt als Beinamen erhalten, denn er hatte von seinem Vater in Tarsus das römische Bürgerrecht geerbt. Paulus war bei den Römern Beiname. Als Varianten von PAUL begegnen uns die Familiennamen PAUEL, PAULE, PAWEL, PAGEL, PAHL, PAAL. Zu der lateinischen Form PAULUS gehören die patronymischen Ableitungen PAULI und PAULY.

 

 

PURPER
Der Familiename ist 109 mal im deutschen Telefonbuch verzeichnet; 90 vH der Einträge finden sich in Südwestdeutschland. Allein 29 mal ist der Name in Rheinland-Pfalz und Umgebung verzeichnet.
Der ungewöhnliche Familienname ist von der Farne “ Purpur “ abgeleitet. Purpur meint sattroter, violetter Farbstoff bzw. Farbton, entsprechend gefärbter Stoff und daraus gefertigtes Gewand (von Herrschern und Kardinälen bei offiziellem Anlaß getragen), “ Herrscher-, Kardinalswürde „, von ahd. * purpura * (um 1000 n. Ch.), Schreibweise * purpur * im 12. Jh., mhd. * purpur, purper * = “ kostbarer Seidenstoff (von verschiedener Farbe) und Gewand „. Daraus ist (wie got. * paúrpura, paúrpaúra *) aus lat. * purpura *, griech. * porphýra (πορφύρα *) = “ Purpurschnecke „, deren färbender Saft, damit gefärbter Stoff, Purpurgewand (der Könige und Fürsten), Zeichen der königlichen Würde (s. auch ↗Porphyr) entlehnt. Das Adjektiv * purpurn * meint “ intensiv rot, purpurfarben „, frühnhd. (md.) * purpuren, purpern * (15. Jh.); vgl. ahd. * purpurīn * (9. Jh.), mhd. * purperīn * = “ Purpurkleid „, mhd. * purpur-, purperkleit *.
Heutzutage ist der teure Originalfarbstoff nur noch sehr selten im Einsatz. Meist wird er für religiöse Zwecke genutzt, wie zur Färbung von Gewändern für das jüdische Oberrabbinat. Einsatzgebiet ist auch die Restaurierung von ursprünglich mit Purpur gefärbten Stoffen. Bis heute ist dieser Farbstoff der teuerste. Die Firma Kremer Pigmente bietet Purpur zu einem Preis von zirka 2450 Euro pro Gramm an.
Was haben diese Erläuterungen mit dem Familiennamen zu tun?
Erst eine intensive Suche unter “ Ahnenforschung “ ergab, dass ein Zweig der Familie bereits im Jahr 1600 in Vollmersbach ansässig war und mit Sicherheit nichts mit den oben erwähnten Erläuterungen zu schaffen hatte. Eine Rücksprache mit dem Stadtarchiv Idar-Oberstein, Herrn Rauscher, brachte die Erkenntnis, dass unter der Namensvariante * PURPUR * 1755 im Amt Naumburg ( Bärenbach, Landkreis Bad Kreuznach ) ein Otto PURPUR und 1769 eine weitere Namensträgerin bezeugt sind.
Der Familienname hat die Bedeutung, dass der ursprüngliche Namensträger entweder über eine dunkelrote Gesichtsfarbe verfügte, oder puterrot anlaufen konnte. Hier war mir bei der Bedeutung des Namens auch das englische Adjektiv * purple * = “ violett, lila. rotblau, blaurot “ von Diensten, das zudem für einen “ hochtrabenden bzw. hochgestochenen “ Menschen steht.

 

SCHMIDTHÖFER
Bei dem zweiteiligen Familiennamen handelt es sich um einen Wohnstättennamen.
Erster Wortteil:
SCHMIDT
Berufsübername zu mhd. * smit, smed * = “ Schmied „. Diese Namensform ist zurzeit der zweithäufigste Familienname in Deutschland. Der Familienname SCHMIDT einschließlich seiner Varianten ( SCHMID, SCHMITT, SCHMIED, SCHMEDT u.ä. ) und Ableitungen ( SCHMITZ, SCHMIDL, SCHMIDTKE u.ä. ) ist deshalb so häufig, weil das Gewerbe auch in kleinen Orten auf dem Land betrieben wurde. In den mittelalterlichen Städten spezialisierte sich das Metallhandwerk in zahlreiche Zweige; dies wird noch heute an den vielen Zusammensetzungen mit dem Grundwort “ schmidt “ sichtbar. BLECHSCHMIDT, EISENSCHMIDT, GOLDSCHMIDT, KUPFERSCHMIDT, STAHLSCHMIDT nach dem verarbeiteten Material, BEILSCHMID(T), BÜCHSENSCHMID(T), DRAHTSCHMID(T), HACKENSCHMID(T), HELMSCHMID(T), KLINGENSCHMID(T), MESSERSCHMID(T), PFANNENSCHMID(T), SENSENSCHMID(T), WAFFENSCHMID nach den Produkten.
Zweiter Wortteil:
HÖFER, HOFER
1. Standesnamen zu mhd. * hovaere * = “ Inhaber eines Hofes „, mnd. * hover * = “ Hüfner, Hübner, der eine Hufe Landes besitzt.
2. Ableitungen auf -er zu * HOF ( 1 ) oder ( 2 ).
3. Vereinzelt Übernamen zu mhd. * hover * = “ Höcker, Buckel „, mnd. * hover * = “ Höcker, Buckel „, mnd. * höver * = “ Höcker “ für einen Bucklicken.
HOF
1. Wohnstättennamen zu mhd., mnd. * hof * = “ Hof, umschlossener Raum beim Hause, Bauernhof „.
2. Herkunftsname zu dem häufigen Ortsnamen HOF.
Der Familiennamen SCHMIDTHÖFER lässt sich somit als eine Person interpretieren, die neben einer Landwirtschaft noch eine Schmide betrieb.

 

 

SCHNEIDER
Berufsname zu mhd. * snidaere * = “ Schneider „. Gegenwärtig nimmt SCHNEIDER die dritte Stelle in der Häufigkeitsrangfolge der deutschen Familiennamen ein. Ursprünglich besorgte der Tuchhändler beim Verkauf den Zuschnitt des Gewandes. Die Näharbeit wurde vom NÄHER ( Nather ) übernommen oder im eigenen Haushalt ausgeführt. Mit der Verfeinerung der Kleidermoden entwickelte sich der Beruf des Schneiders, der für das Zuschneiden und Nähen der Kleidung zuständig war. Der Beruf war allgemein verbreitet, blühte aber vor allem in den großen mittelalterlichen Städten. So war z.B. im spätmittelalterlichen Frankfurt der Schneiderberuf das am stärksten vertretene Gewerbe. Im größten Teil Brandenburgs, in Schleswig-Holstein, in Niedersachsen nördlich von Hannover und im anschließenden Teil Westfalens überwiegt SCHRÖDER, die Variante SCHRADER begegnet vor allem im Raum Hannover, Braunschweig, Magdeburg, Celle, im übrigen deutschen Sprachgebiet vorherrschend.
SCHRÖDER
Dieser Berufsname steht in Deutschland an 16. Stelle in der Häufigkeitsrangfolge. Er ist häufiger in Nord- als in Süddeutschland. Im Norden überwiegt er im größten Teil Brandenburgs, in Schleswig-Holstein, in Niedersachsen nördlich von Hannover und im anschließenden Teil Westfalens. 1. In Norddeutschland geht dieser Familienname auf mnd. * schröder, schrader * zurück und meint hauptsächlich den SCHNEIDER ( vgl. SCHNEIDER ), daneben auch den Wein- und Bierverlader. 2. Im südlichen Teil des deutschen Sprachgebietes ist SCHRÖDER eine Schreibvariante von SCHRÖTER.

 

SCHUSTER
Dieser Berufsname nimmt den 67. Platz unter den Familiennamen in Deutschland ein. Er ist insgesamt etwas häufiger im Süden und Südosten bis einschließlich Sachsen zu finden. Zugrunde liegt ihm mhd. * schuoster * = “ Schuhmacher, Schuster „, das aus dem Lehnwort * su(s)ter, suter ( lat. * sutor * = Flickschuster ) und dem zur Verdeutlichung vorangestellten Wort * schuoch * = “ Schuh “ zusammengezogen ist. Dieses Wort hat, vom Süden ausgehend, im appellativischen Wortschatz ältere Bezeichnungen für dieses Handwerk weitgehend verdrängt. Als Familiennamen sind noch vorhanden SCHOMAKER, SCHU(H)MACHER, weiterhin SCHOMANN, SCHUCHMANN, SCHU(H)MANN. Die mhd. Bezeichnung * schuochwürhte *, eigentlich “ Schuhwerker „, ergab SCHUBART(H), SCHUBERT(H) sowie SCHUCHARD und SCHUCHERT. Auf lat. * sutor * “ Flickschuster „, das früher als mhd. Lehnwort * suter * in Süddeutschland verbreitet war und neben dem Schuster auch den Näher und Schneider bezeichnen konnte, gehen die Familiennamen SUTER, SUTOR, SUTTER mit der alemannischen Verkleinerung SÜTTERLIN sowie die diphtongierten Formen SAUT(T)ER zurück.

 

 

SCHWICKERT, SCHWEIKERT
Aus einer Erweiterung von * SCHWEIKER mit sekundärem – t – hervorgegangener Familienname.
SCHWEIKER
Von dem alten deutschen Rufnamen Swindger ( swind + ger ) abgeleiteter Familienname. ( got. * swinds * = “ stark, heftig, ungestüm „, asächs. * swith * = “ stark, recht “ + ahd. * ger * = “ Speer “ ). Hierzu gehören u.a. die Familiennamen SCHWEIGER, SCHWEIGERT, SCHWEIGHARD, SCHWEIKART, SCHWEIKERT, SCHWICKERT, SCHWIEGER.

 

 

S(C)KÄR
In Südwestdeutschland in den Landkreisen KH und BIR, sowie im angrenzenden Saarland ist die häufigste Verbreitung des Familiennamens SKAER bzw. SKÄR zu finden. Rund 15 Einträge zu SKÄR sind in Deutschland verzeichnet, die sich auf 9 Landkreise verteilen. Ein Eintrag zu SKÄR findet sich in Polen. Der Name ist vermutlich durch schwedische oder norwegische Einwanderer nach Deutschland gekommen. Schwedisch * skär * bedeutet “ schneiden; Schere “, die wiederum von * skära * = zerschneiden, abgeleitet sind und für einen Schneider stehen. In Schweden ist der Familienname in der Schreibweise * SKÄRESSON * oder * SKÄRESDOTTER * anno 1691 bezeugt. Jedoch bedeutet alt-nordisch * sker ( sker, skär ) * nicht nur schneiden oder Schere, sondern auch “ Felsen im Wasser, Insel oder ähnliches ( die schwedischen Schären! ) Dies führt dann auch zu einem Herkunftsnamen zu den Ortsnamen Skara ( Skäre ) in Norwegen und Schweden. Evtl. Herkunft zum Ortsnamen SCAER ( bretonisch SKAER ) einer französischen Gemeinde im Department Finistere in der Region Bretagne ist eher unwahrscheinlich, müsste aber durch eine persönliche Ahnenforschung hinterfragt werden. Doch wie bereits erwähnt, ist der Familienname im benachbarten Frankreich nicht bekannt. Sollten die Vorfahren aus Polen kommen, so kann es sich bei SKAER ( SKÄR ) um eine Schreibweise des polnischen Namens SKIERA handeln, von dem rund 300 Einträge im polnischen Telefonbuch verzeichnet sind. Dieser Name ist aus dem mhd. * skare * abgeleitet, was soviel wie “ Schar, Menge; Heeresteil “ bedeutet.

 

 

SIMON
Aus dem gleich lautenden Rufnamen entstandener Familienname. Als griechischer Name geht SIMON auf griech. * simos * = “ stumpf, plattnasig “ zurück, als jüdischer Name dagegen auf eine griechisch beeinflusste Schreibung von SIMEON ( hebr. * sim òn, in der Bibel volksetymologisch erklärt als Ausspruch Leas “ weil der Herr hörte ( dass ich gehasst werde ) ). Der Name kommt in der Bibel sehr häufig vor, u.a. als ursprünglicher Name des Apostel Petrus und als Name des Apostel Simon Zelotes ( = des Eiferes ). Varianten des Familiennamens: SIMEN, SIMMON, SIEMENS, SIMONIDES, SIMONIS, SIEM, SIEMSEN, SIMONEIT. Aus slawischen Ableitungen von SIMON sind die Familiennamen SCHIM(M)ANG, SYMANK, SYMANSKI, SCHIMKE etc. hervorgegangen.

 

 

SCHA(A)B
1. Berufsübername zu mhd. * schabe * = “ Schabeisen, Hobel “ für jemanden, der damit arbeitete.
2. Übername zu mhd. * schabe * = “ Schababfall, Spreu; Motte, Schabe „.
3. Herkunftsname zu dem Ortsnamen SCHAAB ( Böhmen ).

 

 

SPINDLER
Berufsname zu mhd. * spinel, spindel * = “ Spindel „, mhd. * spinneler * = “ Spindelmacher. Die zur Garngewinnung benötigten Spindel waren aus Holz. Sie wurden von dem Spindeldrechsler ( Spindler ) auf der Drehbank hergestellt.

 

 

STEIN
1. Wohnstättenname zu mhd. * stein * = “ Fels, Stein “ nach einem besonderen Merkmal der Siedlungsstelle.
2. Herkunftsname zu dem gleich lautenden Ortsnamen ( Schleswig-Holstein, Sachsen, NRW, Hessen, RP, BW, BY, Österr. Schweiz, Schlesien, Ostpreußen ).
3. Gelegentlich aus einer Kurzform von Rufnamen, die das Namenswort * stein * enthalten ( vgl. STEINHARD ) hervorgegangener Familienname. STEINHARD = Auf den gleich lautenden deutschen Rufnamen ( stein + harti ) = ( ahd. * stein * = “ Stein “ + ahd. * harti, herti * = “ hart, kräftig, stark “ ) zurückgehender Familiennamen.

 

 

STILZ
Familienname, der vom ahd./as. * stilli * = “ still, ruhig, sanft “ ( evtl. auch zu ahd. * stil * = “ Stiel “ oder zu althochdeutsch * stelza *, mittelhochdeutsch * stelze * = “ urspr. Beinprothese (Holzbein); später „Stange mit Trittklotz“ für erhöhtes Gehen “ abgeleitet wurde. Das Wort ist seit dem 12. Jahrhundert belegt “
1. Geht man von der ersten Möglichkeit aus, ist der Name auf dem alten Rufnamen STILLIRIH und seine Kurzformen STILLO, STILICO zurückzuführen. Namensvarianten davon sind STILL(E), STILLING, STILLISCH, STIL(KE), STIEHL, STIL(S), STIL(T)Z.
2. Die wahrscheinliche Namensbedeutung dürfte die von mhd. * stelze * = “ Stelze, Stelzbein, Krücke, Schemel “ sein, heißt es doch in unserer Mundart “ der geht uff stilze „. Somit handelt es sich bei STIl(T)Z um einen Übernamen für jemanden, der gehbehindert und auf eine Stelze bzw. Krücke angewiesen war.

 

 

STUMM(E)
Übernamen zu mhd. * stumme * = “ der Stumme „, mhd., mnd. * stum, -mes * = “ stumm “ für einen stummen Menschen.

 

 

WAGNER, WÄGNER
Berufsname zu mhd. * wagener *= “ Wagner, Wagenmacher „. Wagner, ursprünglich eine oberdeutsche Form, nimmt gegenwärtig die 7. Position in der Häufigkeitsrangfolge der deutschen Familiennamen ein. Die Familiennamen WEGENER und WEGNER sind vor allem im niederdeutschen Raum verbreitet. Die Varianten WAHNER, WÄHNER, WEHNER, WEINER sind durch Zusammenziehung entstanden. Spezielle Bezeichnungen für den Wagenbauer haben unter anderem die Familiennamen RADEMACHER, RADEMAKER im Nordwesten, STELLMACHER im Nordosten, ASS(EN)MACHER ( zu mnd. * asse * = “ Achse “ ) im Rheinland gestiftet.

 

 

WEINZ
Zur Herkunft des Familiennamens GUEINZIUS

Die folgenden Informationen sind der Webseite der Familie GUEINZIUS entnommen. Dort finden sie ausführliche Informationen auch zur Namenskunde ( Onomastik ), basierend auf der Forschungsarbeit von Gotthold Gueinzius ( 1913 – 1986 ) sowie neuere Erkenntnisse mit allen Original-Quellenangaben. An dieser Stelle soll eine kurze Zusammenfassung genügen.
Im Verlauf der Jahrhunderte sind verschiedene Versionen des Namens überliefert; GUEINZIUS, GUEINTZIUS, GWEINZIUS, GWEINTZIUS, GUINZIUS, QUINZIUS, QUEINZIUS, QUEINTZIUS, QUENTIUS. Sehr häufig kommt die nichtlatinisierte Form GUEINTZ und QUEINTZ vor.
• GUEINTZ nennt sich Magister Christian GUEINZIUS( 1592 – 1650 )
• GUEINTZ oder QUEINTZ ( QUEINZ ) nennen sich meist die Nachkommen seines zweiten Sohnes ( 1633 – 1688 ).
• In der nicht latinisierten Form WEINTZ erscheint der Name im Dreyhauptstammbuch von 1750.
Bei Ernst Förstermann ( Altdeutsches Namenbuch, Band 1: Personennamen, Bonn 1990 ) findet sich die Erklärung, der Name sei von dem althochdeutschen * wini * = mittelhochdeutschen * wine * ( Freund ) abzuleiten. Wini = Freund; Winitze, Winizo, Winezo, Winzo, Guinizo, Guinizzo, Winz, Wienz. Gotthold Gueinzius schloss daraus, dass in die von wini = Freund herkommende Ableitungsreihe mit großer Wahrscheinlichkeit auch die Grundformen des Namens Gueinzius, also Quinz(ius), Queinz(ius), Weinz, einzureihen sind. “ Man hieß, wie man sich nannte und passte den Namen auch gern dem Zeitgeist an. Erst im 19. Jh. hat sich die Schreibweise des Namens Gueinzius stabilisiert, so dass sich heute von diesen verschiedenen Schreibungen nur zwei erhalten haben: Gueinzius und Weintz. Dabei ist nachgewiesen, dass alle heutigen Träger des Namens Gueinzius Nachkommen des Magisters Christian Gueintz sind.”… In der Zeit des Renaissance-Humanismus ( 14. – 16. Jh. ) wurde die griechische und lateinische Sprache von Literatur und Wissenschaft “ wiederentdeckt “. Als Folge davon wandelte mancher Gelehrte seinen Namen in eine diesen Sprachen verwandte Form um. Entweder wurde der eigene Namen gleich in eine Sprache des Altertums übersetzt, oder man fügte seinem Namen eine lateinische Endung wie * us * an, wobei ein Vokal dazwischen gesetzt wurde, wenn der Originalname mit einem Konsonanten endete. Gerne wurde der Name auch in der Schreibweise der lateinischen und griechischen Sprache angepasst. Da das * W * im lateinischen Alphabet nicht vorkommt, waren phonetisch mögliche Schreibweisen für die Latinisierung Gueinzius oder Queinzius. “ Bei der Ermittlung des Namensursprungs muss von der nicht-latinisierten Form Gueintz, Queintz und Queinz ausgegangen werden. Bei Heintze-Cascorbi ( Die deutschen Familiennamen, 7. Aufl., Halle/Saale, 1933 ) steht hierzu der bemerkenswerte Satz: “ Auch übellautende Missbildungen, wie Gueinzius, Heineccius, Cocceji, setzten sich fest. “ Gueinzius ist demnach zweifellos die latinisierte Form der älteren Namen Weitz, Weinz oder Weintz.”

 

 

WILD
1. Übername zu mhd. * wilde, wilt * = “ ungezähmt, wild, untreu, sittenlos, fremd, ungewohnt, fremdartig, seltsam, unheimlich „, mhd. * wilde * = “ Wildheit, Heftigkeit, wildes Wesen „, nach dem Aussehen oder dem Verhalten des ersten Namensträgers.
2. Vereinzelt Wohnstättenname zu mhd. * wilde * = “ Wildnis „, mhd. * wilde, wilt * = “ unbewohnt, wüst; wohnhaft in einer wilden, einsamen Gegend. “

 

 

ZERFASS, ZERFAß
Auf entstellte Formen von * SERVATIUS * zurückgehende Familiennamen. SERVATIUS=
Auf den gleich lautenden Rufnamen lateinischen Ursprungs ( lat. * servatus * = “ gerettet “ ) zurückgehender Familienname. Zu der frühen Verbreitung des Rufnamens in Nordwestdeutschland hat die Verehrung des heiligen SERVATIUS beigetragen. Der heilige SERVATIUS war im 4. Jh. Bischof von Tongern. Er ist der Patron der Stadt Maastricht. Die heiligen SERVATIUS, Pankratius und Bonifatius sind als die “ Gestrengen Herren “ oder “ Eisheiligen “ bekannt. Aus verkürzten Formen von SERVATIUS sind u.a. die Familiennamen SERVA(E)S, ZERVAS, ZERFASS, ZERFAß entstanden. Aus Verkürzungen im Anlaut sind Familiennamen wie FAAS, FAASEN, FAATZ, FAHS, VAAS, VAASEN, VAHS bekannt.

 

 

 

ZIMMER
1. Berufsübername zu mhd. * zimber, zimmer * = “ Bauholz; Gebäude aus Holz “ für den Zimmermann.
2. Herkunftsname zu dem häufigen Ortsnamen Zimmern ( B-W, BY, TH ) oder zu den Ortsnamen wie Herrenzimmern, Frauenzimmern, Rotenzimmern, Marschalkenzimmern ( B-W ), Dürrenzimmern ( B-W, BY ).

 

 

 

ZUMBRO
Die Suche nach der Namensbedeutung gestaltete sich schwierig.
Durch Zufall fand sich im amerikanischen WeB der nachfolgende Text: “ Zumbro Name Meaning “ = amerikanisierte Form von schwyzerduetsch “ Sommerau „, eines lokalen Wohnstättennamens, der so genannt wurde. Da mir der Übergang von SOMMERAU zu ZUMBRO nicht überzeugend war, suchte ich in Schweizer WeB-Seiten weiter, um schließlich auf einer Ahnenforschungsseite den entscheidenden Hinweis zu finden.
Danach ist um 1700 ein Johann Zumpro aus Graubünden mit seiner Familie in den deutschen Hochwald gezogen und zwar in die Ortschaft Sötern ( Saarland ). Einer seiner Söhne war Johann Valentin Zumpro, der mit Katharina Geller verheiratet war; beide waren evangelisch. Johann Valentin starb 1781 in Züsch (Gemeinde im Hochwald); von Beruf war er Zimmermann.
Es folgt die nachfolgende Ahnenliste:
Zumbro, Johannes um 1700 eingewandert aus Graubünden. Wohnhaft in Sötern Hochwald,
verheiratet mit N. Anna-Barbara aus Sötern.
Sohn Zumbro, Johann Valentin * um 1722 Sötern + 1781 Züsch.
Sohn Zumbro, Johann Adam * 25.5.1766 Züsch.
Sohn Zumbro, Johannes * 19.7.1810 Züsch + 12.12.1847 Züsch.
Sohn Zumbro, Hermann-Karl-Peter * 22.4.1834 Züsch + 28.12.1863.
Tochter Zumbro, Katharina * 3.7.1863 Züsch.
Zudem fand ich einen eindeutigen Hinweis bei einem Schweizer Heimatverein, der in seiner Vereinszeitschrift vom 26.11.16 eine Luzi Sommerau erwähnt, die einen Einblick in ihre Familiengeschichte gab und einen Vortrag zu dem Thema “ Sumirowe -Zumbro -Sommerau –14 Generationen Familiengeschichte(n)“ hielt. Hier erfahren wir, dass ein Zweig ihrer Familie nach Deutschland auswanderte. Frau Sommerau wohnt in Filisur im Kanton Graubünden, aus dem einst die Familie ZUMBRO nach Sötern auswanderten. Somit ist der fremd klingende Familienname aus der Schweiz mitgebracht worden – es handelt sich also nicht um ein Schreibfehler des Standesamtes in Sötern.

 

 

Meine Quellen:
DUDEN – Familiennamen –
Deutsche Namenkunde von Max Gottschald 1954
Deutsches Namenslexikon Hans Bahlow 1980
Familiennamenbuch/ hrsg. von Horst Naumann 1987
Deutschlands geographische Namenwelt – Hans Bahlow – 1964
WIKIPEDIA
Diverse Quellen im WeB

 

Abkürzungen:
MA. Mittelalter
ahd. althochdeutsch
md(t). mitteldeutsch
mnd. mittelniederdeutsch
ndd. niederdeutsch
nldd. niederländisch
obd. oberdeutsch
fnhd. frühneuhochdeutsch
nsl. neuslawisch
got. gotisch
asächs. altsächsisch

 

Fachbegriffe:
Suffix = Ableitungsendungen ( z. B. -er, -el, -ing, -mann ).
Assilimation = Angleichung eines Sprachlautes an einen benachbarten Laut ( z. B. Vollmann < Volkmann ).
Appellativ = Gattungsname, der im Gegensatz zum Eigennamen, der etwas als Einzelerscheinung benennt, eine Klasse bezeichnet ( z. B. Tisch, Stuhl, Buch ).
Patronymisch = Vatersname(n), Familienname, der auf des Rufnamen des Vaters zurückgeht.
Metronymisch= Muttername; Familienname, der auf den Rufnamen der Mutter zurückgeht.
Orographisch links und rechts = eine geographisch-fachsprachliche Lageangabe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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